Der Baugrund in Gütersloh ist geprägt von Geschiebelehm, Sandlöss und den darunter anstehenden Mergelsteinen des Keupers. Wer hier baut, trifft oft auf eine heterogene Abfolge – das weiß jeder, der schon einmal eine Baugrube in der Innenstadt oder im Spexarder Sandgebiet ausgehoben hat. Eine Schürfgrube ist der direkteste Weg, diese Wechsellagerungen aufzuschließen und den Boden in seinem ungestörten Verband zu beurteilen. Wir schauen uns das an: Schichtgrenzen, Wasseraustritte, Verdichtungszonen. Gerade bei Aufstockungen im Bestand oder der Nachverdichtung am Stadtrand liefert der Aufschluss belastbare Daten für die Gründungsplanung. Ergänzend zur Schürfgrube setzen wir bei tieferen Fragestellungen die SPT-Bohrung ein, um die Lagerungsdichte unterhalb der Baggerschürfe zu bestimmen.
In der ostwestfälischen Decklehmlandschaft ist der Baggerschurf oft der einzige Weg, um den wahren Übergang zum Festgestein zuverlässig zu beurteilen.
Leistungsmerkmale in Gütersloh
- Profilaufnahme nach DIN EN ISO 14688: Bodenart, Farbe, Konsistenz, Karbonatgehalt – alles vor Ort dokumentiert.
- Probenahme als gestörte Güteklasse 5: Für die spätere Bestimmung der Zustandsgrenzen oder Korngrößenverteilung.
- Durchlässigkeitsbeiwert in-situ: Direkt im Aufschluss mittels Baggerschurfversuch, relevant für Rigolen in Güterslohs sandigen Quartären.
- Fotodokumentation mit Maßstab: Jeder Aufschluss wird bildlich festgehalten, inklusive Lagebezug zum städtischen Koordinatensystem.

Lokale geotechnische Bedingungen in Gütersloh
Gütersloh liegt in der Westfälischen Bucht, die winterfeuchten Wechselfolgen aus Lehm und Ton sind berüchtigt für ihre Empfindlichkeit bei Wasserzutritt. Ein ungesicherter Schurf kann nach starken Regenfällen einstürzen – die steifen bis halbfesten Mergel weichen rasch auf. Der größte Fehler ist, die Schurfgrube ohne ausreichende Absicherung zu betreiben. Wir arbeiten grundsätzlich mit geböschten Wänden, in beengten innerstädtischen Lagen kommen Grabenverbauelemente zum Einsatz. Ein zweiter Punkt: Die Versickerungsversuche in Güterslohs Keuperverwitterung liefern oft stark schwankende kf-Werte, wenn sie nicht im repräsentativen Horizont durchgeführt werden. Wir legen die Teststrecke deshalb erst nach der Profilaufnahme fest, nicht vorher.
Unsere Leistungen
Aus einer Schürfgrube in Gütersloh gewinnen wir mehr als nur ein Bodenprofil. Drei Leistungen, die wir regelhaft mit dem Aufschluss kombinieren:
Plattendruckversuch in der Sohle
Direkt auf der Schurfsohle führen wir den statischen Lastplattenversuch nach DIN 18134 durch. In Gütersloh relevant für die Verdichtungskontrolle von Polsterlagen auf dem oft ungleichmäßigen Keuper.
Probenahme für Zustandsgrenzen
Aus dem Schurf entnehmen wir gestörte Proben für die Bestimmung der Atterberg-Grenzen im Labor. Entscheidend, um die Plastizität der Gütersloher Decklehme zu klassifizieren.
Beweissicherung im Bestand
Bei Anbauten in der Gütersloher Altstadt oder an denkmalgeschützten Fassaden dokumentieren wir den Baugrund mit der Schürfgrube, bevor die Baumaßnahme startet.
Häufige Fragen
Was kostet eine Schürfgrube in Gütersloh inklusive Profilaufnahme?
Für eine Schürfgrube bis 3 Meter Tiefe mit Normprofil, Fotodokumentation und Baggerstellung liegen die Kosten in Gütersloh zwischen 460 € und 660 € netto. Der Preis variiert je nach Zugänglichkeit, Anzahl der Proben und ob ein Versickerungsversuch integriert wird.
Welche Tiefe muss eine Schürfgrube für ein Einfamilienhaus in Gütersloh haben?
Die Erkundungstiefe richtet sich nach der Gründungsart. Für ein Einfamilienhaus mit Keller reichen in Gütersloh meist 3 Meter unter geplante Fundamentsohle. Bei unterkellerten Bauten sind 4 bis 5 Meter sinnvoll, um den Übergang zum Keuper sicher zu erfassen.
Kann eine Schürfgrube in Gütersloh auch für Versickerungsversuche genutzt werden?
Ja, das ist sogar ein Standardverfahren. Wir öffnen die Grube bis in den potenziellen Sickerraum, meist in den sandigen Lagen des Quartärs, und führen einen Open-End-Test durch. Der gemessene kf-Wert geht direkt in die Bemessung der Rigole ein.