Gütersloh liegt auf 75 m üNN in der Emssandebene. Der Baugrund ist hier oft von feinkörnigen Sanden und schluffigen Ablagerungen der Ems geprägt. Wer in der Kernstadt oder im Spexarder Norden gründen will, braucht eine exakte Korngrößenanalyse. Unsere kombinierte Siebung und Hydrometer-Analyse liefert die vollständige Kornverteilungskurve – vom Grobkorn bis zur Tonfraktion. Ob für den Neubau an der Verler Straße oder die Erweiterung eines Gewerbebaus im Gewerbegebiet Avenwedde: Ohne diese Kurve ist keine normkonforme Bodenklassifikation nach DIN 18196 möglich. Unsere SPT-Bohrung liefert die gestörten Proben direkt aus der Tiefe, die für eine repräsentative Analyse notwendig sind.
Die Kornverteilungskurve entscheidet über Frostempfindlichkeit und Verdichtbarkeit – zwei Parameter, über die in der Emssandebene kein Bauherr spekulieren sollte.
Leistungsmerkmale in Gütersloh

Lokale geotechnische Bedingungen in Gütersloh
Die Aräometer-Zylinder stehen im klimatisierten Labor bei konstant 20 °C. Jede Temperaturschwankung verfälscht die Viskosität der Suspension. Der Laborant sticht die Probenahme mit dem Schöpfrohr exakt nach 40 Sekunden, 2 Minuten, 5 Minuten und 15 Minuten. Ein einziger Ablesefehler – und die gesamte Feinkornkurve verschiebt sich. Bei schluffigen Sanden in Gütersloh passiert das schnell. Die Gefahr: Ein als frostsicher klassifizierter Boden entpuppt sich im ersten Winter als Frostschaden. Oder die falsche Ungleichförmigkeitszahl Cu führt zu einem zu optimistischen Verdichtungsgrad. Die Einhaltung der DIN EN ISO 17892-4 mit kalibrierten Aräometern und zertifizierten Sieben nach DIN ISO 3310-1 ist kein bürokratischer Akt. Sie ist die Grundlage dafür, dass die Bodenklasse unter der Baugrube an der Brockhäger Straße auch wirklich hält, was die Kurve verspricht.
Unsere Leistungen
Das Labor in Gütersloh bietet drei aufeinander abgestimmte Versuche für den Baugrund in der ostwestfälischen Sandebene:
Kombinierte Sieb- und Schlämmanalyse
Vollständige Kornverteilungskurve für Böden mit Feinkornanteil über 5 %. Siebung des Grobanteils plus Aräometer-Analyse der Ton-/Schlufffraktion. Ausgabe als Sieblinie mit Cu und Cc.
Reine Siebanalyse
Für grobkörnige Böden (Sand, Kies, Steine) ohne nennenswerten Feinkornanteil. Siebsatz von 63 mm bis 0,063 mm. Schnelle Bearbeitung innerhalb von 3 Werktagen.
Bodenklassifikation nach DIN 18196
Auf Basis der Korngrößenverteilung und der Atterberg-Grenzen erfolgt die vollständige Einstufung in Bodengruppen. Inkl. Frostempfindlichkeitsklasse und Verdichtbarkeitsprognose.
Häufige Fragen
Wann ist eine kombinierte Sieb- und Schlämmanalyse vorgeschrieben?
Sobald der Feinkornanteil (< 0,063 mm) im Feldversuch über 5 % liegt, reicht die reine Siebanalyse nach DIN EN ISO 17892-4 nicht aus. Die Aräometer-Methode ist dann zwingend. In Gütersloh mit seinen schluffigen Ems-Sanden ist das bei fast jedem zweiten Bauvorhaben der Fall.
Was kostet eine Korngrößenanalyse in Gütersloh?
Die kombinierte Sieb- und Schlämmanalyse liegt je nach Probenvorbereitung zwischen €110 und €150. Bei rein sandigen Böden ohne Feinkornanteil ist die reine Siebanalyse günstiger. Wir erstellen vorab ein Festpreisangebot.
Wie erfolgt die Probenahme für die Korngrößenanalyse?
Der Probeneingang muss als gestörte Bodenprobe in luftdicht verschlossenen Probenbeuteln erfolgen. Die Mindestmenge beträgt 500 g bei Feinsand, 2000 g bei Kies-Sand-Gemischen. Die Probenentnahme führen wir in Gütersloh standardmäßig mit der Schürfgrube oder der SPT-Bohrung durch.
Welche Kennwerte liefert die Korngrößenanalyse für den Versickerungsnachweis?
Aus der Sieblinie leiten wir den Durchlässigkeitsbeiwert kf nach Bialas oder Hazen ab. In der Emssandebene liegen die Werte typisch zwischen 10^-4 und 10^-6 m/s. Zusammen mit der Bodenklassifikation nach DIN 18196 erhalten Sie die exakte Grundlage für das Arbeitsblatt DWA-A 138.